Weniger ist mehr

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Liebe Leser und Lesereusen

Meine neue Art der Lebensführung in Form von ausschweifenden groupielastigen und drogengeschwängerten Parties (nicht zu verwechseln mit groupiegeschwängerten und drogenlastigen Parties) verbietet es mir leider momentan, meinen Blog in gebührender und lesergerechter Weise zu führen. Dazu kommt noch der neue Job, damit verbundene Pendlerei sowie der Haushalt, ach, der Haushalt. Ich kann jedoch versprechen, dass sich diese unselige Blogunlust demnächst legen wird. In spätestens einem Monat oder so. Trotzdem: hier noch ein kleines Beiträgelchen, aus aktuellem Anlass, wie man so schön sagt.

Weitsichtig. Nachhaltig. Proaktiv. Die Worthülsen schlagen wieder zu und sie werden einem heuer von jeder sonst so unscheinbaren Strassenlampe entgegengeschmettert. Und ist mal keine Strassenlampe da oder der Abstand von einer zur nächsten grösser als fünf Meter, werden eiligst zusätzliche Werbeflächen mittels Holzschildern in den Boden gestampft. Manchmal ist das erheiternd, wenn beispielsweise Urs Wüthrichs offensichtlich gebleichte Beisserchen intensiv („im Spannungsfeld!“) mit der durch einen Druckerfehler ins schinkenähnliche verschobenen Gesichtsfarbe kontrastiert. Oder auch mal geschmacklos, wenn so kurz nach der Waffenschutzinitiative die Plakate schiessbudenfigurengleich („lösungsorientiert!“) auf einer Hügelkuppe platziert werden und sich vorbeituckernde Autofahrer wie ich instinktiv unter das Armaturenbrett werfen, aus Angst, versehentlich ins Übungsgelände des örtlichen Schützenvereins gelangt zu sein. Kurz: es stehen wieder Wahlen an im kantönligen Schweizer(basel)ländle. Und das noch gleichzeitig mit der Fasnacht. Das kann nicht gut gehen.

Die Frage ist die: interessiert sich überhaupt jemand für die anstehenden Wahlen? Bei einer Podiumsdiskussion mit den prominenten Kandidaten anfangs Woche in Liestal fanden gerade mal an die 50 Leute Zeit und Musse zu einer Teilnahme. Man erklärte sich das mit dem Termin, den heutzutage vielfältigen Informationsmöglichkeiten und dass das „Event“ auch live im Radio zu hören war. Denn die Bevölkerung sei nämlich schon politisch interessiert. Man kann ja schlecht sagen, dass sie es eben nicht sind, sonst würde man potentielle Wähler vor den Kopf stossen. Wäre aber auch möglich, das man zwar schon interessiert ist, aber auch übersättigt? Vielleicht sogar ein wenig angewidert? Und das wäre kein Wunder bei dem momentanen Überfluss an Wahlpropaganda.

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mib blogt über Dieses und vor allem Jenes, wann immer es ihm gerade in den Kram passt. Zu finden unter http:mib1981.wordpress.com/, http://www.students.ch/ oder auf seinem facebook-profil. Er freut sich über jeden Kommentar und oder Nachricht und beantwortet diese falls gewünscht meistens freundlich.//

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