Feeling down and under

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Gerade ist eine E-Mail einer Kundin ins Postfach geschneit: „Bei allfälligen Fragen können Sie mich noch bis Freitag kontaktieren, ab nächster Woche bin ich dann bis Ende Februar in Australien und Neuseeland am die Welt entdecken.“

Herzlichen Dank auch, mein schöner regnerischer Montag ist nun komplett im Arsch.

Überhaupt, was da in letzter Zeit alles nach Down Under trudelt, geht auf keine Känguruhaut mehr. Allein in meiner Facebookfreundesliste jagen gerade zehn Nasen, vornehmlich weiblichen Geschlechts, Koalabären auf dem Ayersrock oder Hobbits im Kiwiwald. Da sich der fünfte Kontinent und sein südöstlicher Mittelerde-look-alike-Nachbar kaum in einer Woche durchackern lassen, geht der Trip dann auch gleich mehrere Monate. MEHRERE MONATE! Meine letzten grösseren Ferien dauerten skandalöse zwei Wochen, und das ist nun seit geschlagenen 8 Jahren so.

Natürlich macht sich das wunderbar im Lebenslauf: „Ah, sie waren in Australien, haben ein wenig die Welt entdeckt und dabei auch noch Englisch gelernt! Wunderbar, sie können ihre Didgeridookenntnisse gleich bei uns in als Head of Brainwash Infrastructure and Science anwenden.“ Da ich Englisch blöderweise schon in der Schule gelernt habe und aufs Outback auch irgendwie keinen Bock habe, würde es bei einer sechsmonatigen Arbeitspause in meinem Curriculum etwa heissen: „Aha, sie halten einen weltweiten Streckenrekord in „Wipeout“, haben 50 Millionen Punkte in „Geometry Wars“ und alle 200 Tauben in „Grand Theft Auto 4″ abgeknallt gefunden. Gratuliere, Sie sind unser neuer Head of Trash-Entsorging“. Obwohl ich in besagten Spielen mehr über das Berufsleben gelernt habe als in nem halben Jahr im Eukalyptusdschungel.

Ich hab der Kundin dann trotzdem schöne Ferien gewünscht. Bin ja zwar neidisch, aber kein Spielverderber.

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