Weiterbil-Dung

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Eigentlich lobenswert: noch immer dümpeln wir in den Niederungen resp. Untiefen der Wirtschaftskrise, die Arbeitslosigkeit erreicht speziell bei Schul- und Uniabgängern unangenehme Prozentzahlen, da fasst sich die Basler Zeitung ans Herz und bringt monatlich Beilagen zur Berufs- und Weiterbildung. Nur darauf, dass nicht zwingend jeder und jede immer gleich Spengler, Maler oder Heizungsmonteur werden will, sind sie bei der BaZ wohl noch nicht gekommen. Anscheinend sind die dortigen Journalisten auch mit einer Bewerbung zum Sanitär angestellt worden, das würde erklären, dass man beim Lesen der Zeitung in etwa so viel Spass hat wie bei einem Rohrbruch.

An der alljährlichen Baselbieter Berufsschau zeigt sich derweil dasselbe Bild. KMU-Papst Hans-Rudolf Gysin betont gerne regelmässig die Vielfalt der ausgestellten Berufszweige und Firmen, man könnte die Berufsmesse aber auch gleich zur „Handwerkerschau“ umbenennen, das Angebot wäre dasselbe und etwaigen Missverständnissen hätte man so vorgebeugt. Da es aber sowiso nur darum geht, das sich mehr oder weniger prominente Mitglieder der Wirtschaftskammer beim Cüpli treffen und sich gegenseitig auf die Schulter klopfen können im Sinne von „wir tun was“, dann ist zumindest beim Apéro die Welt in Ordnung.

Ich stelle mir aber unter einer „Berufsschau“ etwas anderes vor.

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