Elternschutz

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War kürzlich mal wieder bei GameStop, das ist dieser Videospieleladen, der gebrauchte Games zurücknimmt. Oder Games, bei denen man keine Lust hatte, weiterzuspielen, weil sie zu öde oder zu schwer oder beides sind. Wie dem auch sei. Man könnte sich jetzt natürlich fragen – nur so als Zwischengedanke – warum eine Gameshop „GameStop“ heisst. Tönt ja eher nach einer Heissluftinitiative von SP Bern Vizepräsident Roland Näf. Aber es soll hier nicht um unpassende Namen gehen.

Also, da war ich nun in besagtem Laden unschuldig am occasionenwühltischwühlen,da gesellte sich ein auf geschätzte 13 Jahre alter Halbstarker dazu. Sie wissen schon, die Sorte mit Flaumbärtchen und krasskonkretem Dialekt. Jedenfalls wühlte dieser weit weniger unschuldig herum als ich, aber tolerant wie ich bin, wich ich aufs Gestell nebenan aus. Was nicht weit genug war, um den folgenden Wortwechseln zwischen ihm und seiner kleinen pummeligen Mutter zu überhören:

– Er: „Ey, „Far Cry 2″, voll geil, chan i haa?“
– Sie: „Aber da stoht doch gross „16“ druff“.
– Er: „Das isch Schwirigkeitsgrad. Ha villi Spiel mit 16 druff.“
– Sie: „ah ok, denn isch gut.“

Ob das Verkäufer auch so gesehen hat, hab ich nicht mitgekriegt, ich war zu sehr mit Augenrollen beschäftigt. Hilft natürlich wenig, wenn auf den Packungen die Altersfreigabelogos die Hälfte des Covers einnehmen, wenn sie nicht als solche interpretiert werden. Aber ich habs schon mal gesagt und werde es immer wieder sagen: erfolgreicher Jugendschutz beginnt mit der Erziehung der Eltern.

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